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	<title>Asien &#8211; Sebventure</title>
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	<description>Solo traveling around the world</description>
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	<title>Asien &#8211; Sebventure</title>
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		<title>Pakistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2019 21:23:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[14 Tage, 81 Checkpoint Wechsel und fast so viele fliegende Wechsel bei der Polizei Eskorte. Ein unglaubliches Abenteuer, welches aber auch viel Kraft kostete. Dennoch, es hat sich gelohnt! Lest selbst. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Naivität. Das ist das Wort, welches mir eingefallen ist, als ich darüber nachgedacht, wie ich meine Erfahrungen in Pakistan wahrgenommen habe. Naiv, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Naiv, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es ein derartiges Leben an der Grenze des Minimums auf unserem Planeten noch wirklich gibt. Naiv, weil ich das erste Mal in meinem Leben spüren durfte, was es bedeutet mich nicht frei bewegen zu dürfen. Naiv, weil ich nicht gedacht hätte, dass die Kluft zwischen meiner und der hier vorhandenen Welt doch noch so „abartig“ groß ist. Naiv, weil ich dachte, dass mein Magen so gut wie alles verträgt. Große Fehleinschätzung ^^</p>



<p>Aber nicht nur das Wort „Naivität“ beschreibt meiner
Eindrücke in Pakistan … sondern auch ..</p>



<ul><li>Wunderschön war die Erfahrung gewesen, ein Land
auf eine noch so sehr unberührte Art und Weise erkunden zu dürfen wie ich es
„tun“ durfte.</li><li>Wunderschön war die abwechslungsreiche Natur,
die mir Wüste und Berge zeigte .. aber mir auch Schnee und Sandstürme präsentiere.
In mitten dieser Schauspiele fand ich satte grüne Landschaften, die ich nur aus
Filmen kannte. </li><li>Wunderschön sowie inspirierend waren die
Begegnungen mit interessierten und offenherzigen Menschen.</li><li>Erstaunt, wie gut der Personenschutz über 1.800
Kilometer und 81 Checkpoints inkl. fliegendem Wechsel funktionierte.</li><li>Beeindruckt, wie wichtig der Regierung es ist, dass
die Besucher eine Sicherheit erhalten und somit kostenlos einen Schutz bereitstellt.
Definitiv keine Selbstverständlichkeit in meinen Augen. Großes Dankeschön
dafür!</li><li>Erstaunt, wie viele Personen Selfies mit einem
machen wollen.</li><li>Erstaunt, wie viele gutes Englisch sprechen
können.</li><li>Erstaunt über die dann doch sehr chaotischen
Straßenverkehrsregeln, sofern es überhaupt welche gibt. Meine Devise war – immer
links fahren und so oft hupen wie es geht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </li><li>Erstaunt, dass es doch XX Prozent Christen im
Land gibt inkl. vieler Kirchen.</li><li>Schockiert, wie Präsent die Waffengewalt im Land
noch ist.</li><li>Schockiert, wie wenig achtsam mit der Natur
umgegangen wird.</li><li>Schockiert, dass es so gut wie keine
Müllentsorgung gibt. Dementsprechend sieht es auch überall aus. Resultat = Müll
wird verbrannt.&nbsp; </li><li>Schockiert über die Luftverschmutzung in vielen
Regionen, insbesondere in größeren Städten.</li><li>Schockiert über die dort vorhandenen Arbeitsverhältnisse,
welche in „meiner Welt“ definitiv als unmenschlich eingestuft würden!</li><li>Schockiert über die Tatsache, dass Frauen nicht
wirklich arbeiten dürfen.&nbsp; </li><li>Traurig über die nicht vorhandene Möglichkeit Balochistan
erkunden zu dürfen (Aufgrund der Polizeieskorte)</li><li>Traurig über die Tatsache, dass egal wie wir
Pakistan politisch betrachten, wenig dafür getan wird, dass es dem Land besser geht.
Und wenn es nur die Sicht des Landes in uns selber ist, die wir veränderten
könnten, wenn wir nur wollen würden.</li><li>Traurig feststellen zu dürfen, dass sich an dem
Leben hier auch in kurzer Zeit nicht viel ändern wird. Die Kluft zwischen der 1.
und 3. Welt wird meiner Ansicht nach größer als statt kleiner &#8211; leider. </li></ul>



<p>Abschließend bleibt zu sagen. Die zwei Wochen waren intensiv, aufregend, anstrengend, interessant als auch aufschlussreich. Ich habe vorab vieles über Pakistan gelesen &#8230; aber wenn man selber nicht vor Ort gewesen war und das Land selber &#8220;erlebt&#8221; habt, kann sich diese Welt nicht wirklich nicht vorstellen. Ich bin dankbar für die gesammelten Erfahrung, weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob ich die gleiche Erfahrung unbedingt noch einmal machen wollen würde. Ja, mir ist nicht passiert &#8230; aber nicht ohne Grund wurde ich die meiste Zeit von einer Polizei Eskorte beschützt. Am Ende muss nur 1x etwas passieren und dann ist es entsprechend geschehen. </p>



<p>Ich hoffe, dass Pakistan sich demnächst aus der aktuellen Weltsicht befreien kann. Ich sage nicht, dass Pakistan alles richtig gemacht hat in der Vergangenheit. Aber das haben viele andere Länder ebenfalls nicht. Ist es nicht unsere Aufgabe die Vergangenheit zu verarbeiten als auch irgendwann mal damit abzuschließen? </p>



<p>Meine Blog-Beiträge aus Pakistan:</p>


<ul class="wp-block-latest-posts wp-block-latest-posts__list has-dates"><li><a href="https://www.sebventure.de/belgien/">Belgien</a><time datetime="2019-04-06T16:17:07+02:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">6. April 2019</time></li>
<li><a href="https://www.sebventure.de/the-guardians-of-pakistan/">The Guardians of Pakistan</a><time datetime="2019-02-09T15:10:18+01:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">9. Februar 2019</time></li>
<li><a href="https://www.sebventure.de/checkpoint-pakistan/">Checkpoint Pakistan</a><time datetime="2019-02-07T22:30:16+01:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">7. Februar 2019</time></li>
</ul>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Iran</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2019 21:28:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kein Land, dass ich bis jemals in meinem Leben bereist hatte, hatte mich nachbetrachtet so sehr fasziniert als auch geprägt wie dieses warmherzige, aufgeschlossene und überaus gastfreundschaftliche Land! Es begann bereits an der Grenze, die ich mit großem Respekt passiert hatte. &#8220;Was mich wohl im verbotenen Land alles erwarten wird&#8221;, dachte ich mir? Und genau&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="has-drop-cap">Kein Land, dass ich bis jemals in meinem Leben bereist hatte, hatte mich nachbetrachtet so sehr fasziniert als auch geprägt wie dieses warmherzige, aufgeschlossene und überaus gastfreundschaftliche Land! Es begann bereits an der Grenze, die ich mit großem Respekt passiert hatte. &#8220;Was mich wohl im verbotenen Land alles erwarten wird&#8221;, dachte ich mir? Und genau diese Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse habe ich in einem separaten <a href="/grenzuebergang-iran/">Blog-Beitrag</a> niedergeschrieben, da es zu viel wäre dies im Detail hier wiederzugeben .. jedoch kurz zusammengefasst: Es kommt ja bekanntlicherweise immer anders als erwartet!</p>



<p>Ich entschied mich kurzfristig, nachdem ich die Grenze passiert hatte, Tabriz für meine erste Übernachtung im Iran anzusteuern. Tabriz ist einer der größten nördlichen Städte und es gibt dort den größten Bazaar der Welt. Ebenso gilt Tabriz auf der Seidenstrasse als Dreh-und-Angelpunkt für den An- und Verkauf von Teppichen. Wenn man also einen besonderen Teppich sucht, dann findet man diesen definitiv hier. Let&#8217;s go!</p>



<p>Bevor ich jedoch Tabriz erreichte, lerne ich Xavier und Arnould kennen. Ich sah Xavier wie er such auf seinem Fahrrad &#8220;ab&#8221;strampelt, als Berta und ich gemütlich die Landstraße entlang fuhren. Yeah, auch ein Reisender, dachte ich mir… das verriet mir auf jedenfall sein Fahrrad, welches bis oben hin vollgepackt war mit keiner Ahnung was. Ich entschied mich spontan anzuhalten um „Hallo“ zu sagen. Das erste Mal auf meiner Reise, dass ich angehalten habe, um jemanden zu begrüßen oder besser gesagt „zu stoppen“. Ein etwas komisches Gefühl &#8230; ich habe es jedoch nicht bereut. Xavier ist seit knapp einem Jahr unterwegs, ist Franzose und hat das gleiche Ziel wie ich. Neu Seeland! Yeah, guter Mann! Arnould ist ein enger Freund von Xavier, er begleitet ihn für zwei Monate bei seinem Vorhaben! Cooler Freund, er hatte direkt meinen Respekt =) Wir verbrachten anschließend in Tabriz die nächsten Tage zusammen und hatten eine Menge Spaß. Während unseren Aktivitäten in Tabriz gabelten wir zwei weitere Radler auf &#8211; Jakob und Joel. Beide aus Schweden, genauso verrückt wie wir und definitiv lustige Zeitgenossen! Nun waren wir schon zu fünft =)</p>



<p>Weihnachten stand vor der Tür. Wir haben uns entschlossen dieses Fest gemeinsam zu zelebrieren und mieteten in Quazin ein Apartment. Jakob und Joel luden noch ein anderes Biker-Pärchen ein, welches sie unterwegs kennengelernt hatten. Somit war unsere Gemeinschaft für Weihnachten komplett! Sie setze sich aus zwei Schweden, einem Franzosen, einem Italiener, einem Schweizer, einer Spanierin und einem Deutschen zusammen. Verrückte Gemeinschaft.. wir feierten, spielten, kochten und erkundeten die Gegend gemeinsam – nicht zuletzt als Wildfremden fern ab unserer Heimat und unserer Familie in einem moslemischen Land, in dem Weihnachten nicht am 24.12. gefeiert wird. Eine einmalige Erfahrung die ich niemals missen wollen würde. Danke dafür! </p>



<p>Unsere gemeinsame Zeit näherte sich dem Ende und somit durfte ich erneut auf meiner Reise unter anderem lernen, ob ich wollte oder nicht, dass die meisten Begegnungen mit den Menschen oftmals nur von kurzer Dauer sind. Manchmal nur wenige Minuten, manchmal wenige Stunde oder ab und zu auch, wie die Letze, einige Wochen. So schade wie sich das anhört und wie schwer mir auch der Abschied oft von diesen Begebungen fällt, so gehört dies zum Reisen leider unweigerlich dazu. Ob ich will oder nicht.</p>



<p>Die Straßen brachten mich nach Tehran. Woho, war ich aufgeregt! Das ich mal die iranische Hauptstadt besuchen darf und auch werden, hatte ich mir vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können! Einige Berichte über die Millionen-Metropole haben mich sehr fasziniert, dass ich teilweise Gänsehaut bekommen habe, wenn ich darüber nachgedacht hatte. Es war ein verrücktes sowie tolles Gefühl! </p>



<p>Die Vorfreude hielt aber leider nicht wirkliche lange an bzw. wurde „getrübt“, da Berta auf dem Weg plötzlich Probleme mit dem ersten Gang hatte. Wiesoooooooo gerade jetzt? Leider hat sich das Geräusch so gar nicht gut angehört. Ferndiagnose von meinem Dad und in Kurzform: Nicht gut! Und somit war meine erste Anlaufstelle ein Werkstadt-Besuch statt grandioser Sehenswürdigkeiten. Gesagt, getan. Diagnose: Die Mitnehmerscheibe ist im Arsch. Bitte was? Was zur Hölle ist eine Mitnehmerscheibe? Anscheint was Wichtiges, so durfte ich lernen.. und die Toyota-Werkstadt meines Vertrauens meinte, dass diese unbedingt ausgetauscht werden müsste. Was kostet der Spaß, fragte ich die Jungs? Viel, war die Antwort, aber viel „schlimmer“ war der Zusatz, dass die Lieferung der neuen Mitnehmerscheibe aus Dubai importiert werden müsste und das ca. 2-3 Wochen dauern würde inkl. Einbau. Yeah, was für tolle Botschaften! ;( </p>



<p>Ich habe meine Zelte für die den nächsten Wochen in einem Hostel aufgeschlagen. Ich brauchte definitiv, aufgrund der vielen Eindrücke der letzten Monate, eine Pause und war am Ende auch froh, nicht direkt weiter Reisen zu können / zu müssen und auch mal für paar Wochen einen Ort meine &#8220;Heimat&#8221;, zu mindestens vorübergehend, bezeichnen zu können. Berta konnte dies leider aktuell nicht sein, da sie ohnehin in der Werkstadt stand. Somit lernte ich im Hostel sowie auf meinen Erkundungstouren viele interessante Menschen kennen. Unter anderem ..</p>



<ul><li>.. die vier Verrückten aus dem &#8220;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Chaotic Cycling Club (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.chaoticcyclingclub.com" target="_blank">Chaotic Cycling Club</a>&#8220;, die mit dem Fahrrad von Deutschland nach Singapur unterwegs sind. Wir trafen uns anschließend nochmal im Süden von Iran.</li><li>.. das deutsche Pärchen Tine und Tommi, dass ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs ist und im Blog &#8220;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="ROLLING gen Osten (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.rolling-gen-osten.de/" target="_blank">ROLLING gen Osten</a>&#8221; darüber berichtet.</li><li>.. Koohyar, der Tour-Guide des Vertrauens meines Hostels, der zusätzlich auf &#8220;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Why not Iran (öffnet in neuem Tab)" href="http://whynot-iran.com" target="_blank">Why not Iran</a>&#8221; Touren durch Iran anbietet. Schaut mal bei ihm vorbei, es lohnt sich! </li><li>..  <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Linda und Philipp (öffnet in neuem Tab)" href="http://wildfremder.de" target="_blank">Linda und Philipp</a> aus Deutschland, die auf Europa- &amp; Asien-Tour sind und sich zur Ziel gesetzt haben ohne Flugzeug zu reisen. </li><li>.. viele Einheimische, mit denen ich eine tolle Zeit verbracht habe. Unter anderem Hamedeh, Nilu, Sam, Masoome, Shabnam, Paria und viele weitere interessante Menschen.</li></ul>



<p>In der Regel, wenn Overlander in Asien unterwegs sind, nutzen Sie die Zeit in größeren Städten sich mit Visa-Angelegenheiten zu beschäftigen. So auch ich. Auch wenn das keine spaßige Aufgabe ist, so sollte man es zu einer machen, da dies sonst einen quasi um den Verstand bringt. Wieso? Jede Botschaft, selbst vom gleichen Land in unterschiedlichen Städten, haben ihre eigenen Regeln, Deadlines oder Besonderheiten. Beständigkeit? Pustekuchen. An zwei Tagen können zwei komplett unterschiedliche Regeln gelten für die identische Sachen. Willkommen in der nicht organisierten Bürokratie! Insbesondere Pakistan, zu mindestens bis vor kurzem. Durch meinen Verlust des Reisepasses in Italien, in dem unter anderem mein Pakistan Visum war, war ich gezwungen erneut ein Visum zu beantragen. Das versuchte ich, jedoch teilte mir die pakistanische Botschaft in Tehran mit, dass ich ausschließlich in Deutschland mein Visum beantragen kann. Fragt bitte nicht, aber ja, ich bin für knapp zwei Wochen nach Hause geflogen und habe das &#8220;verdammte&#8221; Visum dort beantragt und auch glücklicherweise bekommen. Meine Alternative wäre gewesen über Turkmenistan &amp; Co nach Indien zu reisen oder eventuell über den Oman und ein Boot nach Mumbai. Aber sowohl die Turkmenistan-Route wäre im tiefsten Winter gewesen und über den Oman würde es mich ein Vermögen kosten, um nach Indien zu kommen. So fand ich, dass Pakistan die beste als auch interessanteste Route für mich war.</p>



<p>Als ich in Frankfurt gelandet war, war das &#8220;leider&#8221; alles andere als ein schönes Gefühl. Bitte nicht falsch verstehen. Die Vorfreude meine Familie und und meine Freunde zu sehen waren größer denn je, dennoch sagte mir mein Gefühl im Inneren, dass es einfach noch nicht Zeit war zurück zu kommen bzw. meine Reise abzubrechen. Das hatte ich auch nicht vor, aber das Gefühl, welches ich hatte, bestärkte mich, dass ich auf meinem Weg richtig bin und ich die Reise fortsetzen soll / will / muss.  Ich glaube fest an das Schicksal bzw. das alles was passiert nicht ohne Grund passiert. Und somit glaube ich auch daran, dass ich unter anderem aus diesem Grund nach Hause fliegen &#8220;musste&#8221; um diese Erkenntnis zu erlangen sowie zu spüren, dass ich aktuell auf dem richtigen Weg bin. Meiner Reise.</p>



<p>Als ich das pakistanische Visum in der Tasche hatte und wieder zurück im Iran war, brauchte ich dennoch wieder einige Zeit um meine Energie, die bei dem Reisen entsteht, zurück zu bekommen. Leider. Mehr dazu in diesem <a href="/abschied-der-dritte/">Blog-Beitrag</a>. </p>



<p>Es folgten daher einige harte Tage in Tehran, jedoch anschließend auch glücklicherweise wieder einige gute Tage &#8230; und somit hatte ich meine Energie wieder zurück um meine Reise aus Tehran fortsetzen zu können. Ich setzte mich in Berta, welche mich sichtlich vermisst hatte, startete den 6 Zylinder Motor und los ging es Richtung Süden zu neuen Abenteuern!</p>



<p>Wir passierte die Millionen Metropole Qom und anschließend eine kleine Wüstenstadt namens Kashan. Ich entschied mich eine Nacht in der Wüste zu verbringen &#8211; mehr dazu habe ich <a href="/meine-erste-nacht-in-der-wueste/">hier</a> verfasst. Es ging weiter auf der Seidenstraße zur faszinierenden Stadt Isfahan und zum alten Weltwunder Persepolis. Die atemberaubende Stadt Shiraz lag ebenfalls auf meiner Route und nicht zuletzt die Kalut Wüste. Einer der heißesten Wüsten des Planeten mit einem der spektakulärsten Landschaft! Faszinierend. Trotz meines zweiten Sandsturmes, dem ich in der Wüste ausgesetzt war <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p>Meine Zeit im Iran neigte sich dem Ende. Ich kam Pakistan immer näher und ich wusste, dass es der Abschied kurz bevor stehen würde. Der Besuch und das Kennenlernen der Menschen im Iran standen als ein Punkt auf meiner Bucket-Liste. Und ja, jede Sekunde, Minute, Stunde oder Tage habe ich genossen und wurde mit so viel mehr beschenkt, als ich mir jemals erträumen hätte können. Ich konnte sehen, was bedingungslose und herzliche Gastfreundschaft wirklich bedeutet. Danke dafür! </p>



<p>Der Iran lehrte mich folgendes: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-default"><p><em>„Lege Deine Vorurteile gegenüber Kulturen, über Religionen und insbesondere über Menschen ab, die Du in Deinem Leben selber noch nie besucht, gesehen oder getroffen hast. Starte hingegen Deine eigenen Recherchen und glaube diesen mehr als von anderen Menschen oder ins besonders von Medien!“</em></p></blockquote>



<p>Meine Blog-Beiträge aus dem Iran:</p>


<ul class="wp-block-latest-posts wp-block-latest-posts__list aligncenter is-grid columns-2 has-dates"><li><a href="https://www.sebventure.de/meine-erste-nacht-in-der-wueste/">Meine erste Wüstennacht</a><time datetime="2019-01-22T14:00:14+01:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">22. Januar 2019</time></li>
<li><a href="https://www.sebventure.de/abschied-der-dritte/">Abschied, der Dritte</a><time datetime="2019-01-11T06:15:25+01:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">11. Januar 2019</time></li>
<li><a href="https://www.sebventure.de/nicht-mein-tag/">Nicht mein Tag</a><time datetime="2018-12-30T19:15:08+01:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">30. Dezember 2018</time></li>
<li><a href="https://www.sebventure.de/grenzuebergang-iran/">Grenzübergang Iran</a><time datetime="2018-12-07T19:30:43+01:00" class="wp-block-latest-posts__post-date">7. Dezember 2018</time></li>
</ul>


<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Armenien</title>
		<link>https://www.sebventure.de/armenien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2019 12:43:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es kommt bekanntlicherweise ja immer anders als man denkt. Geplant war die Einreise in den Iran über die Türkei, doch als ich ..]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Es kommt bekanntlicherweise ja immer anders als man denkt. Geplant war die Einreise in den Iran über die Türkei &#8230; doch als ich eines Abends in Doğubeyazıt meine Weiterreise plante, entdeckte ich plötzlich Yerevan. Yerevan? Allein der Name faszinierte mich von der ersten Sekunde an und bereits nach kurzer Recherchezeit entschied ich mein Plan zu ändern und die Stadt Yerevan zu erkunden! Aus geplanten 80 Kilometer Luftlinie wurden dann plötzlich 1.000 Kilometer Umweg. Fuck! Berta erklärte mich für vollkommen verrückt, insbesondere als sie bemerkt hatte, dass wir zwangsweise über Georgien fahren mussten, da sich die Türkei und Armenien auf den Tot nicht ausstehen können und alle Grenzen seit langer Zeit geschlossen halten. Somit wurde aus ein geplanten paar Tagen Sightseeing in Yerevan ein paar harte Tage Anreise über mehrere Pässe, passierten unzählige Militär-Checkpoints noch auf türkischer Seite, überquerten schneebedeckte Berge und das alles während wir auf den schlechtesten Straßen gefahren sind, die ich in meinem Leben jemals gesehen hatte.</p>



<p>Ich dachte mir &#8211; wenn Yerevan so wird wie die Straßen hier draußen, wird das ein verdammt kurzer Besuch. Mein Nerven lagen blank, insbesondere, wenn alle Straßenteilnehmer sich plötzlich entscheiden die eigene Fahrbahnseite zu missachten, da es auf der anderen Fahrbahnseite weniger Schlaglöcher gibt. </p>



<p>Es ist bereits später Nachmittag als ich in Yerevan angekommen bin. Ich suchte für Berta und mich einen geeigneten Schlafplatz. Mit der Zeit bekommt man einen geschulten Blick wenn man Google Maps öffnet &#8230; er sollte eine tolle Aussicht haben, ruhig sollte er sein, zentral gelegen wäre optimal und wenn es geht wäre eine Toilette in der Nähe perfekt. Check &#8211; gefunden! Angekommen, bereitete ich für die Nacht alles vor und als ich gerade dabei war mein Bett zu betreten, klopfte es an der Scheibe &#8230;</p>



<p>&#8220;Passport control, please coming out&#8221;, ertönte es von draußen. Super. Habe ich da jetzt Bock drauf. Ich zog mich wieder an, suchte meinen Reisepass und öffnete die hintere Tür. Drei Polizisten leuchteten mir ins Gesicht und waren sichtlich beunruhigt. Ich versuchte auf Englisch zu erklären, dass ich tot müde bin und einen Schlafplatz benötige. Die drei Polizisten schauten mich verständnislos an, was aber daran lag, dass sie leider kein Wort von dem was ich gesagt hatte, verstanden. Ich zog mein Handy aus der Tasche, wechselte die Übersetzung von &#8220;Englisch-&gt;türkisch&#8221; auf &#8220;Englisch-&gt;armenisch&#8221; und erklärte erneut meine Situation.</p>



<p>Ich wurde gefragt, ob ich wissen würde, wo ich mich gerade befinden würde. &#8220;Come on Guys&#8221;, dachte ich mir. Ich bin hier ganz alleine und störe niemanden. Meine Antwort war aber etwas politischer und ich zählte auf was mir wichtig ist an einem geeigneten Schlafplatz und das dieser Platz für mich all diese Punkte beinhaltet. Und ob es okay ist das ich hier für eine Nacht stehen bleiben könne. Als Antwort erhielt ich, dass ich mich auf dem wichtigsten historischen Platz befinden würde, den es für die Armenier gibt. Genannt &#8220;Tsitsernakaberd Armenian Genocide Memorial Complex&#8221;. Super. Das kann auch nur mir passieren! Ich sollte anschließend die Tür schließen, leider nicht von innen, sondern von außen. &#8220;Please follow us&#8221; sagte einer der Polizisten&#8230;</p>



<p>Mit allem gefasst was nun kommen mag, folgte ich den drei Polizisten. &#8220;Vor wenigen Monaten war Angela Merkel hier, schau, dort hat sie ein Baum gepflanzt.&#8221; sagte einer der Polizisten zur mir. Okay .. interessant, dachte ich mir. Was wird das hier bitte, ich bin tot müde? Es folgt anschließend eine ca. zwei stündige Rundführung über das komplette Gelände inkl. ein Teil des Museums. Verrückte Welt ! Nach dem Rundgang waren wir so gut wie beste &#8220;Freunde&#8221;, meine Müdigkeit war verflogen und am Ende aßen wir gemeinsam bei Berta einen Mitternachtssnack. &#8220;Wenn Du irgendwas brauchst, sag uns jederzeit Bescheid. Wir sind Nachts und Tags über immer hier.&#8221; sagte einer der Polizisten noch zu mir, als wir uns verabschiedeten. Wow. Was für freundliche Menschen! Die nächsten Tage aßen wir manchmal gemeinsam Frühstück, plauderten über Gott und die Welt und ich war das einzige Fahrzeug, was tagsüber auf dem Parkplatz bleiben durfte. Lucky guy ^^ Und das, obwohl jeden morgen der Parkplatz gesperrt wurde und nur für spezielle Besucher zugänglich war. Ha, was ei Gefühl =) Das Wichtigste jedoch &#8211; ich musste mir tagsüber um Berta keine Sorgen machen. Fabelhaft!</p>



<p>Ich erkundete Yerevan zu Fuß. Die Innenstadt war überschaubar. Schnell hatte ich raus wie die Stadt tickte. Ich zock von Kaffee zu Kaffee, während ich Sehenswürdigkeiten abklapperte. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Stadt sehr sauber war, alle Menschen waren gepflegt und es gab überall tolle Restaurants, unzählige Shopping-Möglichkeiten, Eis-Dielen zum Schlemmern, Bars für den ein oder anderen GIN-Tonic und Nachtclubs, die es in sich hatten ^^ Ich traf viele interessante Menschen und wir haben viel Zeit zusammen verbracht. Aus wenigen geplanten Tagen wurde wieder schnell eine Woche. Wie die Zeit vergeht!</p>



<p>Ich fuhr weiter in den Süden von Armenien. Erneut durfte ich feststellen, dass eine gelbe Strasse auf Google-Maps nicht die gleiche Bedeutung hat wie eine gelbe Strasse bei uns in Deutschland. Die Landstraße endete plötzlich in einem Feldweg hoch oben in den Bergen, 150 Kilometer vor der iranischen Grenze. Mein Plan war es mit Berta und einem fast leeren Tank über die armenische/iranische Grenze zu rollen, da der Diesel im Iran deutlich günstiger sein sollte als in Armenien. Somit hatte ich keinerlei Reserve eingeplant gehabt und schon gar nicht für einen Feldweg, wo der Allrad durchgehen aktiv sein musste&#8230; aber als ich das alles wirklich realisierte hatte, war es natürlich viel zu spät ;( Mitten im nirgendwo, die Dämmerung ging bereits in die Nacht über, kein Internet-Verbindung und Berta zeigte mir eine tief rote Tanknadel an. Die nächste Tankstelle undefinierbar weit entfernt! </p>



<p>In letzter Minute und eigentlich war es auch schon stock duster, aber das gebe ich nicht wirklich zu ^^, fand ich ein kleines Bergdorf auf meiner Route. Wie der Zufall es will, fand ich einen Bauer der mir wirklich Diesel verkaufen wollte und konnte und ich gerade noch so viel armenisches Geld bei mir hatte, dass ich die 10 Liter bezahlen konnte. Yeah! Er bot mir anschließend ein Tee und eine Schlafmöglichkeit an. Jegliches verneinen war zwecklos, dass habe ich bereits gelernt auf meiner Reise .. und die Temperatur war bereits jetzt um die 0 Grad. </p>



<p>Ich wurde mit selbst hergestellten Köstlichkeiten versorgt, Yummy! Mehr &#8220;Bio&#8221; oder &#8220;Organic&#8221; geht nicht, wie man heute so oft sagt ;=) Anschließend wurde mir mein Schlafplatz gezeigt. Puh! Ich sollte im gleichen Raum wie meine Gastgeber schlafen. Es war der einzige Raum der Abends beheizt wurde und in dem alle Betten des Hauses standen. Am Anfang war ich irritiert darüber .. aber sie erklärten mir, dass wenn die eigenen Kinder zu Besuch sind, würden sie auch alle in diesem Raum schlafen. Ich habe mich langsam mit dem Gedanken angefreundet und schenkte, um mich etwas erkenntlich zu zeigen, meine letzte GIN-Flasche der Familie. Der Ofen wurde angeschmissen, die Falsche glücklicherweise ^^ direkt geöffnet und somit tranken wir noch den ein oder anderen Schluck gemeinsam, bevor wir in die warmen und getrennten (!) Betten nach dem langen Tag fielen&#8230;</p>



<p>Gute Nacht.  </p>
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		<title>Türkei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2019 15:25:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich verließ Europa bzw. die europäische Union über Griechenland in Richtung Türkei mit großem Fragezeichen auf meiner Stirn.]]></description>
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<p class="has-drop-cap">Ich verließ Europa über Griechenland in Richtung Türkei mit einem großen Fragezeichen auf meiner Stirn. Die politische Lage eilte mir voraus und auch ich war skeptisch, was mich in diesem Land wirklich erwarten wird. Bekannte bzw. auch Freunde rieten mir die Türkei nicht zu bereisen und stattdessen über die nördliche Route in Richtung Asien zu fahren. Als Begründung wurden mir die aktuellen Nachrichten genannt. Sicherlich, wenn ich in diesem Falle nach den Nachrichten gehen würde, wäre ich eventuell wirklich nicht in die Türkei gereist&#8230; aber wir alle wissen doch, dass oftmals die Nachrichten nur ein Teil der Wahrheit erzählen, auch bei uns in Deutschland. Somit beschloss ich in die Türkei zu fahren bzw. es stand nie wirklich zur Diskussion, es nicht zu tun.</p>



<p>Mit diesem Gefühl und sicherlich auch mit einer großen gehörigen Portion Respekt, startet ich mein Türkei-Abenteuer. Ich verbrachte meine erste Woche in Istanbul, erhielt meinen zweiten Besuch auf meiner Reise und wir begaben uns gemeinsam auf Erkundungstour. Für mich ist Istanbul eine faszinierende Stadt. Nicht wegen dem unsäglichen Verkehr, den Berta genauso wenig mag wie ich, sondern wegen der doch so deutlichen Unterschiede zu unseren westlichen Großstädten. Ich konnte das erste Mal in meinem Leben eine persische Atmosphäre spüren, bin durch den Bazar geschlendert, habe den Händler zugesehen wie diese auf den Straßen ihre Arbeit verrichten. Dabei hat meine Nase neue Gerüche von mir bis dato unbekannte Gewürze wahrgenommen. Alles zusammen waren dies für mich besondere Momente, da ich bis jetzt noch nicht wirklich die Möglichkeit hatte diese Art von Kultur und ein solches Leben kennenlernen zu dürfen. Während meines Aufenthaltes in Istanbul begleitete mich mehrfach täglich der islamische &#8220;Prayer-Call&#8221;. Zu Beginn war es für mich suspekt diesen zu hören, dann teilweise so laut, dass jegliches Gespräch mit meinem Gegenüber zu unterbrechen war. Jedoch ist der Mensch bekanntlicherweise ein Gewöhnungstier und auch ich habe mich erstaunlicherweise sehr schnell an diese Situation gewöhnt. Ich würde mittlerweile sogar behaupten, dass dieser, sofern ich ihn höre, eine gewisse Ruhe in mir auslöst. Wieso das so ist, kann ich nicht wirklich sagen =)</p>



<p>Mein Geburtstag stand unmittelbar vor der Tür. Leider ebenfalls auch eine schöne Nasennebenhöhlenentzündung, worauf hin ich mich entschieden habe länger in Istanbul zu bleiben um diese auszukurieren. Dies hatte leider zur Folge, dass ich den Westen der Türkei nicht erkunden konnte. Leider. I will come back! Aus diesem Grund fuhr ich direkt die Küstenstadt Antalya, nicht unbedingt um die türkische Kultur dort weiter kennenzulernen, sondern um mit meiner Zwillingsschwester und ihren zwei wundervollen und verrückten Kids rechtzeitig unseren gemeinsamen Geburtstag zu zelebrieren. Aus geplanten zwei Wochen wurden drei wundervolle Wochen und ich bin für jede Sekunde, Minute, Stunde, Tage und Wochen dankbar, die wir zusammen verbringen durften! Ich habe dich lieb, beste Zwillingsschwester ever!</p>



<p>Wir hatten durchgehend ein unverschämtes 30 Grand Beach-Feeling Wetter, eine rundum All-inclusive Versorgung und ich hatte nach den drei Wochen 3-5 Kilo mehr auf den Rippen. Super! Zeit mich in Richtung Ankara aufzumachen, der Hauptstadt der Türkei. Ich erhielt wieder Besuch, organisierte mein Iran-Visum und verließt recht schnell die Stadt, da dort nicht wirklich viel Interessantes für mich zu erkunden war. Ich steuerte Berta in Richtung Kappadokien, einer meiner Bucket-List Orte. Entsprechend groß war meine Vorfreude! Ich verbrachte insgesamt eine Woche in der Gegend, fand grandiose Übernachtungsplätze und durfte die besondere Atmosphäre hunderter Ballons im Morgengrauen erleben. Eine unglaubliche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin und ich sie nicht mehr missen wollen würde! Die restliche Zeit verbrachte ich mit dem Konsumieren von traditionellen Köstlichkeiten, besuchte unterschiedliche Museen, nahm an einer Tagestour teil, sagte mehrfach Hallo zu unterschiedlichen Hamam-Einrichtungen und hatte die Möglichkeit beim Pferde-Ausritt die einmalige Landschaft zu erkunden.</p>



<p>Bei der Weiterfahrt in den Osten der Türkei teilte mir Berta das erste Mal mit, dass es ihr nicht wirklich gut gehen würde. Sie hatte eine Batterie in Antalya verloren, da ich Sie während des Aufenthaltes vernachlässig hatte ;( Zusätzlich drohten sich ihre Ölschläuche aufzulösen. Ja, richtig gelesen. Aufzulösen. So etwas ist möglich. Ich musste mich also um mein Baby kümmern und fuhr kurz vor der iranischen Grenze in die Stadt Doğubeyazıt. Die Stadt sah alles andere als einladend aus, als wir über die westliche Zufahrtsstraße auf die Stadt zusteuerten. Eigentlich wollte ich dort den Mount Ararat kennenlernen (der höchste Berg in der Türkei), stattdessen lernte ich unglaublich freundliche und hilfsbereite Menschen kennen! Die Jungs nahmen sich die Themen rund um Berta an und wir erledigten gemeinsam noch viele weitere Aufgaben, die bereits lange auf meiner &#8220;Berta-fix-it-list&#8221; standen. Berta war sichtlich glücklich! Aus geplanten wenigen Stunden Aufenthalt wurde ganz plötzlich eine Woche Aufenthalt. Ich wurde mehrfach zum Essen eingeladen, wir haben gemeinsam gefrühstückt, saßen zusammen abends in Kaffees und wir besuchten eine ca. 65 Grad heiße Vulkan-Quelle, in der ich es immer nur wenige Sekunden ausgehalten hatte. Unglaublich tolle Erfahrungen konnte ich dort sammeln und das erste Mal auf meiner Reise spürte ich eine enorme Gastfreundschaft, die ich so noch nicht kennengelernt hatte. Danke dafür!</p>



<p>Eigentlich sollte meine Weiterreise in den Iran gehen. Kurzerhand habe ich mich aber entschlossen die Hauptstadt von Armenien zu erkunden. Somit steuerte ich mit Berta statt in den Süden in den Norden. Uns erwarteten unzählige Militär-Kontrollen und hohe schneebedeckte Berge. Entsprechend kalt wurde es für uns beide. Bekanntlicherweise ist der Weg das Ziel &#8230; und somit hatten wir beide Zeit die Eindrücke der letzten Woche zu verarbeiten.</p>
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