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	<title>The Guadians of Pakistan &#8211; Sebventure</title>
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		<title>The Guardians of Pakistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2019 14:10:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Der zweite Tag in Pakistan mit vielen neuen Eindrücken und spannenden Erfahrungen auf 300 km Strecke zwischen Dalbandin und Quetta. Vieles hatte ich erwartet, einiges jedoch nicht!]]></description>
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<p>Mein Wecker klingelte. Es war 7 Uhr morgens in Dalbandin. Ich hatte erstaunlicherweise sehr gut im Hotel geschlafen. Ich duschte, packte meine Sachen und bin runter zu Berta gegangen. Dort wartete auch schon meine Eskorte. Geplant war die Weiterfahrt um 9 Uhr, ich hatte somit also genügend Zeit mir mein Frühstück zu zubereiten.</p>



<p>Wir starteten wie geplant gegen 9 Uhr, es waren gute 300 km bis nach Quetta. Quetta soll mein nächster Zwischenstopp sein für die Übernachtung auf den Weg nach Lahore. Mit den ganzen Checkpoints und den Straßenverhältnissen brauchen wir ca. 7-8 Stunden, wenn alles gut geht &#8230; die Prozedur mit den Checkpoints wiederholte sich entsprechend wie am Vortag. Jedoch haben die Kollegen über Nacht all meine Daten auf einen A4-Zettel geschrieben und mehrfach kopiert. Genial! Somit mussten wir nur noch den Zettel am Checkpoint abgeben statt immer zu halten, auszusteigen, etc. Tolle Weiterentwicklung … aber anstatt die richtige Anzahl an Kopien zu machen, hatten wir nach der Hälfte der Checkpoints keine mehr und somit ging das Spiel von vorne los <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Plötzlich änderte sich etwas. Bis dato hatte ich immer jemanden neben mir sitzen von Checkpoint zu Checkpoint, plötzlich aber fuhren zwei Polizisten mit dem eigenen Auto vor mir her und keiner saß mehr neben mir. Alle 2-3 Checkpoints wechselte somit auch das Auto, dem ich folgenden sollte und die Anzahl der Polizisten erhöhte sich langsam. Wir näherten uns demnach Quetta, eine weniger sichere Stadt wie es scheint. Das war mein eigener Rückschluss aus der aktuellen Situation. Als wir an den Toren von Quetta ankamen, begleitete mich nun ein gepanzertes Fahrzeug. What the hell? „Was kommt als nächstes“ dachte ich mir.&nbsp;</p>



<p>Ich wurde gefragt zu welchem Hotel ich gebracht werden wollen würde. „Zu keinem“ antwortete ich, „ich würde gerne direkt bei einer Polizeistation übernachten“. Dies wurde mehrfach verneint und ich verneite mehrfach, dass ich im Hotel übernachten wollen würde. Nicht nach der letzten Erfahrung in Dalbandin und ich bin hier um das Land sowie die Kultur kennenzulernen und nicht um hier eingeschlossen in einem Hotelzimmer zu übernachten. Wir warteten plötzlich an einer Straßenecke mitten in Quetta Downtown. Ich war geflashed von dem Straßenleben und wusste gar nicht wohin ich als erstes schauen sollte. Mir scheint es so, dass die Welt hier vor ca. 30 Jahren einfach stehen geblieben ist. Krass!</p>



<p>Der gepanzerte Wagen verließ uns, ich musste nun wieder einem Auto folgen. Das wechselte anschließend erneut. Ich nutze die Zeit, während die Eskorte gewechselt hat, um Berta wieder etwas vollzutanken. Autsch, 70 Cent kostet nun der Liter Diesel. Ich will wieder iranische Diesel-Preise haben. Wir fuhren weiter zu einem Kreisel, der nächste Wechsel. Wie viele Wechsel gibt es hier bitte? Und warum so oft? Diesmal aber gab es statt einem gepanzerten Fahrzeug oder einem Auto, ein Motorrad Begleitschutz. Nein, nicht ein Motorrad, direkt 5 an der Zahl, jeweils mit 2 Personen bestückt! WAS bitte geht hier ab? Drei fuhren vor mir, davon waren zwei beschäftigt mir die Straße frei zu „räumen“ oder den Kreuzungsverkehr zu stoppen. Die beiden hinteren kümmerten sich um das Geschehen worum man sich anscheint dahinten drum kümmern muss. Keine Ahnung! Ich war damit beschäftigt das Ganze mit meinem Spatzen-Prozessor im Gehirn zu verarbeiten und den Jungs zu folgen, die Gefühl ein Tempo drauf hatten als ob wir verfolgt werden.&nbsp;</p>



<p>Wir passierten eine Polizei-Straßensperre und fuhren weiter in Richtung einer Polizei-Station. Yeah, geschafft. Kein Hotel! Ich parkte Berta, folgte einem Officer und fragte, was wir nun machen werden. Er antwortete mir, dass wir nun die aktuelle Situation mit dem NOC-Headquarter besprechen werden. NOC? Aktuelle Situation? Error.&nbsp;</p>



<p>Im NOC-Headquarter angekommen, ich lernte, dass das „No Objection Certificate“ besprechen werden und sie für den Personenschutz in Balochistan zuständen sind), wurde ich erneut gefragt wieso ich nicht in einem Hotel übernachten wollen würde und dass das von der Regierung für Ausländer als Regel vorgegeben ist. Ich erklärte erneut meinen Standpunkt, der zwar verstanden wurde, aber das interessierte keinen. Ich gab nicht nach, meine Stimmung war auch leicht auf Krawall aus. Außerdem las ich in diversen Blog-Einträgen, dass eine Übernachtung in der Polizei-Station wohl möglich ist. Ich habe keine Ahnung wie ich es am Ende geschafft hatte, aber der ranghöchste Offizier verließ das Büro und die anderen Kollegen erlaubten mit anschließend vor der Polizei-Station zu übernachten und das ich mir keine Sorgen machen sollte. „Das geht schon in Ordnung“ sagten sie und meinten zusätzlich „hier ist es eh viel sicherer als im Hotel“. Verrückt Welt.&nbsp;</p>



<p>Ich fragte die Kollegen anschließend wann es morgen für mich weiter gehen wird. „Morgen? Morgen geht es nicht weiter. “ bekam ich als antwortet … „Wir haben Wochenende und Du musst bis Montag hierbleiben. Anschließend bekommst Du ein NOC nach Lahore“. What? Und als Nachtrag: „Du darfst den Platz hier unter keinen Umständen alleine verlassen, dass ist nicht erlaubt. Wenn Du Freitag abends hier ankommst, können wir nichts dafür.“ Puh .. na das wird ja was.&nbsp;Ich parkte Berta um, so dass ich direkt vor dem Polizei-Tor stand. Das wird wohl sicher genug sein, dachte ich mir. Die Gegend war trostlos und unfassbar dreckig. Drei Nächte soll ich hier verbringen? Ich ging in das Polizeigelände zurück um mal für kleine Jungs zu gehen und kam anschließend mit paar Polizeibeamten ins Gespräch. Vielen konnten sehr gut Englisch und plötzlich vergingen die Stunden wie im Flug. Es war mittlerweile Mitternacht, wir wärmten uns an einem offenen Feuer. In der Polizei-Station waren Gefangene, die mir freundlicherweise frisches Obst anboten als ich mit denen ins Gespräch kam. Ich war verwundert und überrascht und fragte die Officer, ob das in Ordnung ist. Das war es anscheint und somit ging ich mit einer Handvoll frischem Obst und unfassbar vielen Eindrücken vom Tag zurück zu Berta und es dauert nicht lange, bis ich eingeschlafen bin.</p>
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