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	<title>Lagerfeuer &#8211; Sebventure</title>
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	<description>Solo traveling around the world</description>
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		<title>Meine erste Wüstennacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 13:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist 10:18 Uhr. Meine Hände frieren. Die Nacht brachte den Frost. Das Aluminium vom Laptop ist noch kalt – eigentlich viel zu kalt, da mir das Tippen aufgrund dessen nicht besonders leicht fällt. ]]></description>
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<p>Es ist 10:18 Uhr. Meine Hände frieren. Die Nacht brachte den
Frost. Das Aluminium vom Laptop ist noch kalt – eigentlich viel zu kalt, da mir
das Tippen aufgrund dessen nicht besonders leicht fällt. Als Entschädigung
scheint mir die Sonne ins Gesicht und ich genieße den ruhigen Morgen. Nur ich, Berta
in meinem Rücken, dazu leise Hintergrund Musik aus der Spotify Playlist „Tropical
Vipes“ und Harald. Ein Wüstenhund, der mir seit gestern Abend Gesellschaft leistet.
Es ist meine erste Nacht in der Wüste. Genau genommen mein erster Wüstenbesuch
grundsätzlich, seitdem ich diesen Planeten als meine Heimat bezeichne.</p>



<p>Ich entschloss mich gestern kurzfristig ein Abstecher in die Wüste zu unternehmen. Eigentlich war ich unterwegs nach Isfahan&#8230; und obwohl die  Dämmerung bereits begonnen hatte und Google mir eine einstündige Fahrt bis zum Schlafplatz signalisierte, entschloss ich mich auf den Weg zu machen &#8230; </p>



<p>Nach halber Strecke stoppte ich. Leider unfreiwillig, da das Gate zur Wüste verschlossen war. Verdammt, seit wann hat eine Wüste ein Gate, dachte ich mir. Ich parkte Berta am Seitenstreifen und lief in Richtung Gate-Officer. Ich erklärte ihm meine Situation, versprach hoch und heilig, dass ich sehr vorsichtig bin, zahlte umgerechnet 2 Euro für den Eintritt und 10 Euro für einen Guide, der darauf bestand mich in das 11 Kilometer weit entfernte Camp innerhalb der Wüste zu bringen. Eigentlich sollte es 40 Euro kosten, selbst 10 Euro war noch viel zu viel, ab er ich war müde, hungrig und wollte unbedingt nun in die Wüste! </p>



<p>Am Camp angekommen, war das noch nicht die Wüste die ich mir vorstellte&#8230; ich dachte, mich erwartet Sand und Dünen, so weit wie das Auge reicht. Nichts dergleichen. Ja, wir hatten Sand, aber es war mehr Steppe als die Wüste, die ich mir wünschte. Nun gut, kommt sicherlich noch. Ich suchte mir ein feines Plätzchen für die Nacht. Es war vollkommend windstill. Wir hatten Vollmond. Eine besondere Stimmung. Ich war froh, dass kein Wind peste, da wir bereits Minusgrade hatten. Ich zog meine Antarktis-Klamotten dennoch an (4 Lagen insgesamt), purzelte paar Hänchenkeulen in der Pfanne an und dazu dinierte ich mir Nudeln. Köstlich!</p>



<p>Es war 21:30 Uhr. Ich war gesättigt sowie bettfertig. Aber ich war nicht müde. Die letzten Wochen ging ich nicht vor 24 Uhr ins Bett. Ich beschloss zum Lagerfeuer zu gehen, welches ich bei der Anreise kurz vorher an einem Checkpoint gesehen hatte. Nicht zuletzt, weil nichts über ein gutes Lagerfeuer geht und ich ein gutes Feuer einfach echt vermisst hatte in den letzten Wochen. Drei Jugendliche wärmten sich am Feuer, leider konnte keiner Englisch sprechen. Meine Farsi-Skills beschränkten sich weiterhin auf wenige Wörter. </p>



<p>Es dauerte eine Weile, ich war bereits in meiner Feuer-Trance versunken, stoppten plötzlich eine Handvoll Wüsten-Jeeps. Es waren Einheimische. Sie kamen aus der Wüste und haben dort zu Abend gegessen und dazu das ein oder andere alkoholisches Getränk zu sich genommen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Entsprechend entspannt und lustig war die Stimmung. Wir unterhielten uns, wärmten uns am Feuer und tranken Tee zusammen. Die Zeit verging, es war bereits kurz vor Mitternacht. Für mich war nun Bett geh Zeit. Ich schlug die Essens-Einladung aus, ging mit meinem Michelin-Outfit zurück zu Berta und freute mich auf meine erste ruhige Nacht seit Wochen mitten im Nirgendwo. </p>



<p>Ich musste mich bereits zum Rücken zur Sonne setzen. Das Gesicht spannte bereits und auf einen Sonnenbrand hatte ich nicht wirklich Lust gehabt. Oder war er schon da? Das Aluminium vom Laptop hatte sich bereits aufgewärmt, genauso wie meine Hände. Das Tippen der letzten Zeilen ging nun leichter von der Hand als zu Beginn. Nun heißt es – Aufräumen und Haare waschen. Das Wasser im Tank ist nun aufgetaut =)</p>
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