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		<title>Abschied, der Dritte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2019 05:15:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einem nicht geplanten Zwischenstop in Deutschland, bin ich wieder in Tehran (Iran) angekommen. Mit gemischten Gefühlen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[Ist ist 5:23 Uhr, iranische Zeit. Es nieselt etwas und es sind sagenhafte
minus drei Grad :/ Ich bin vor ca. 20 Minuten im <a href="https://heritage-hostel.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Heritage Hostel (öffnet in neuem Tab)">Heritage Hostel</a> in
Tehran angekommen und versuche gerade diese Zeilen zu verfassen &#8230;

Ich bin vor einigen Stunden am internationalen Flughafen gelandet, kommend aus Deutschland. Berta stand dort 8 Tage und sie hat sich gefreut, als ich sie abgeholt habe <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Anscheint hat es ihr nicht so gut gefallen auf dem Parkplatz zwischen den ganzen nicht 4&#215;4 Autos <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Naja, Mädels, nie kann man es ihnen recht machen ^^

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Die ca. 45-minütige Fahrt vom Flughafen zum Hostel war irgendwie verrückt. Ich war tot müde, da ich einen 4 stündigen Aufenthalt in Istanbul hatte. Hinzu kam, das Berta dachte, dass es nun endlich wieder weiter geht statt &#8220;zurück nach Tehran&#8221; .. und die Straßen der Hauptstadt waren so leergefegt wie sie um 4 Uhr morgens nur sein konnten ^^

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Ich hatte nicht wirklich geplant gehabt, während ich auf meiner Weltreise
bin, die Heimat zu besuchen. Nicht, weil ich nicht wirklich wollen würde oder weil ich keinen vermisse, sondern um das dadurch entstehende Gefühlschaos zu umgehen. Naja, wie das Schicksal so will, war ich nun bereits das zweite Mal in der Heimat. Beim ersten Mal musste ich, nachdem ich in Italien von meinem Hab und Gut erleichtert wurde, neue Reisedokumente beantragen. Da mir viele wichtige Dokumente gestohlen wurden, ging das nicht so ohne weiteres in einer deutschen Botschaft in Italien. Beim zweiten Mal bat mich die pakistanische Botschaft &#8220;freundlich&#8221; um ein persönliches Interview in der pakistanischen Botschaft in Frankfurt, sofern ich durch Pakistan fahren wollen würde. Leider werden Visa-Anträge aktuell nur in der Botschaft in Deinem Heimatland vergeben. Für mich also Deutschland. Verrückt, aber das sind aktuell die Regeln. Da die Route durch Pakistan für mich aktuell die günstigste Option war nach Indien zu kommen inkl. mit Berta, gab es für mich leider keine andere Wahl als wieder kurz nach Silvester nach Hause zu fliegen &#8230;

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Ich weiß mittlerweile wie schwer mir ein Abschied von der Familie oder meinen engsten Freunden fällt. Der Unterschied, so dachte ich, war, dass ich nun beim dritten Abschied weiß, was kommen wird. Fehlanzeige. Der
&#8220;Abschieds-Schmerz&#8221; kam erneut bei ca. ein Tag vor Abflug. Leider. Bei mir äußert er sich indem ich ruhig werde gepaart mit keiner guten Laune .. Eigentlich total verrückt, da ich ja noch da bin, aber naja .. so ist es nun mal :/

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Innerlich ist es für mich jedenfalls eine Achterbahn der Gefühle. Von meinen Freunden und Familie (den meisten zu mindestens) habe ich mich bereits vor kurzem oder vor Tagen verabschiedet. Auf der anderen Seite gibt es auch ein Teil in mir, der sich endlich wieder freut das die Reise weiter geht&#8230; die neuen Abenteuer, Erfahrungen, Inspirationen, Menschen, Kulturen, etc. die auf mich warten. Endlich wieder &#8220;frei&#8221; zu sein und jeden Tag zu entscheiden was ich heute machen will ..

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Jedoch bemerke ich, als ich im Hostel angenommen bin, wie mein &#8220;Flow&#8221; der letzten 5 Monate fast verflogen war ;( Ich habe das Hostel vor 8 Tage mit voller Energie verlassen und mit so wenig bin ich wieder zurückgekommen. Nicht, weil es nicht wunderschön war in Deutschland, sondern der Schmerz, der in mir ist, sich von so vielen tollen Menschen erneut sich zu verabschieden. Ein drittes Mal.

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Ich hoffe heute Nachmittag, nachdem ich mein Jetlag auskuriert habe, sieht
die Welt wieder anders aus &#8230; auch wenn ich weiß, dass ich wieder Tage
brauchen werde zu dem &#8220;Flow&#8221; zurück zu kommen, den ich hatte bevor
ich in der Heimat war.

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Gute Nacht.

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		<title>Der Abschied</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2018 06:10:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir Menschen gehören definitiv zu den Lebewesen auf diesem Planeten, die es wenn möglich bevorzugen in einer Horde zu leben als in der Einsamkeit. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Menschen gehören definitiv zu den Lebewesen auf diesem Planeten, die es wenn möglich bevorzugen in einer Horde zu leben als in der Einsamkeit. Ich würde mich selber als Horden-Typ bezeichnen – wenn auch gleich ich diese Reise alleine bestreite. Daher wusste ich auch bereits vor dem Beginn meines Abenteuers, dass der Abschied, der vor mir liegt, für mich nicht leicht werden wird – obwohl er doch so oft im Leben dazugehört.</p>
<p>Ich wurde oft vor der Reise gefragt „Und, freust Dich auf das Abenteuer?“. Rational war die Frage schnell zu beantworten, emotional jedoch deutlich schwerer. Abschied zu nehmen bedeutet sich von Bestehendem zu trennen um somit bereit für das Neue zu sein was kommt. Das eine geht oftmals nicht ohne das andere.</p>
<p>Für mich bedeutet Abschied nehmen primär sich von lieb gewonnen Menschen, die ich bis jetzt kennenlernen durfte, für eine gewisse Zeit lebe wohl zu sagen. Trotz aller Digitalität, den Social-Blogs dieser Welt oder den unzähligen möglichen Kommunikationskanälen die es heute gibt um miteinander Kontakt zu halten, so ist es doch was anderes sich z.B. Freitags Abends für ein Wochen-Résumé bei dem Lieblings Restaurant um die Ecke auf ein Gläschen Wein zu treffen oder Sonntags morgens zu einem ausgedehnten Brunch mit der Familie. Ja, es stimmt, auf der Reise trifft man genügend interessante Menschen mit denen man auch z.B. ein Restaurant besuchen kann – jedoch dies mit Menschen zu machen mit denen man eine langjährigen Freundschaft besitzt ist gegen nichts einzutauschen bzw. ersetzbar.</p>
<p>Zusätzlich bedeutet es aber auch für mich von Gewohnheiten Abschied zu nehmen, die mein Leben angenehmer machen/machten. Das fängt bei ganz subtilen Dingen an wie z.B. einer schönen warmen Dusche am frühen Morgen oder aber Maschinen, die das schmutzige Geschirr oder die Wäsche wieder sauber „zurück geben“. Den Luxus zu haben aus dem Haus gehen zu können und sich und sein Hab und Gut grundsätzlich in Sicherheit wiegen zu können. All dies sind nur wenige Beispiele, die sich in den vergangenen Wochen für mich verändert haben. Somit habe ich es bereits jetzt schätzen gelernt wenn ich in den Genuss einer warmen Dusche komme, statt eine kalte morgendlichen Dusche neben meinem Auto mit freier Sicht auf alles, was der liebe Gott so geschaffen hat <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Aufgrund der damit verbundenen Prioritäten Verschiebung spielt es auch am Ende keine wirklich große Rolle mehr, ob die Dusche super sauber, mittel sauber oder nur sauber ist … Ich habe bereits jetzt gelernt mich auf das Wesentliche zu beschränken und damit Glücklich zu sein.</p>
<p>Jetzt meinen vielleicht einige: Du hast ja auch keine Wahl. Doch, die habe ich, So ist dies für mich zum aktuellen Zeitpunkt vollkommen in Ordnung und ich trauere den alten Gewohnheiten nicht hinterher, wenn gleich ich dies damals genossen habe und ich mich darauf freue irgendwann in der Zukunft dies vorsetzen zu können.</p>
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